ANFÄNGE UND IHRE HERAUSFORDERUNGEN

Ich wünsche mir Freiheit und Liebe, dass wir uns selber sein können, unsere Stärken und Fähigkeiten einbringen und aufblühen können. Aber was hält mich auf? Was hält dich auf?

„Aller Anfang ist schwer“ oder „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ – um nur zwei Sprichwörter zum Thema Beginnen zu nennen. So motiviert und euphorisch wir zu Beginn eines Projektes sein können, ist es doch entscheidend, ob und wie wir weitergehen. Ich möchte hier über drei Phasen (Idee, Umsetzung und Wie weiter) schreiben, die ich in den letzten Jahren aufgrund dieser Webseite durchlaufen bin. Und dich jeweils mit einigen Fragen zu jeder Phase herausfordern und ermutigen, falls du gerade überlegst, mit etwas Neuem zu beginnen oder etwas Bestehendes weiter zu entwickeln:

Phase 1_Wie die Idee zum Blog entstand:
Seit ich mich erinnern kann, faszinieren mich Worte und Bücher. Meine Mutter erzählt mir manchmal, wie ich, bevor ich schreiben konnte, Geschichten gezeichnet habe. Als ich dann Schreiben lernte, verfasste ich bald schon meine eigenen Texte und Geschichten. Ich hatte in der Unterstufe einen Bibliothekenausweis und las pro Woche bis zu zehn Bücher, mein wöchentlicher Gang zur Bibliothek war Routine. Das Lesen ist also schon lange ein grosses Hobby von mir. Und das Schreiben genauso, so schreibe ich seit Jahrzehnten Tagebuch, um meine Gedanken festzuhalten und zu verarbeiten.

Eigentlich hätte ich meine Gedanken auch in der Schule erzählen können, jedoch wagte ich mich das aufgrund negativer Erlebnisse bald nicht mehr. Ich schämte mich oft, meine Meinung anderen zu sagen, weil ich dadurch Ablehnung geerntet hatte. Ich habe gemerkt, dass ich oft schweige und mich zurückhalte und nicht einfach mich selber bin. Und ich beobachtete, dass es vielen anderen auch so ging. Und das beschäftigt mich seither sehr stark.

Ich glaube an einen Schöpfer, an einen Gott, der uns alle einzigartig geschaffen hat und der keine Fehler macht. Also muss ich doch gut sein wie ich bin? Warum finden dann einige Leute mich oder meine Meinung blöd? Ich bemerkte den Konflikt zwischen dem, was Gott sagt und meinen negativen Erlebnissen.

Ich wünsche mir Freiheit und Liebe, dass wir uns selber sein können, unsere Stärken und Fähigkeiten einbringen und aufblühen können. Aber was hält mich auf? Was hält dich auf? In mir entwickelte sich der Wunsch, einer Antwort nachzugehen und meiner Angst so richtig in den Hintern zu treten. Und dabei andere ermutigen zu können, dasselbe zu tun. Weil ich selber durchs Lesen so oft schon berührt und dadurch mein Horizont erweitert wurde, war für mich klar, dass Schreiben mein nächster Schritt sein wird. Die Idee zum Blog war geboren.

Für mich war von Anfang an klar, dass der Blog nicht nur von mir handeln sollte sondern von unserem grossartigen Gott und den wunderbaren Dingen, die ER getan hat oder tun will. Es soll eine Plattform sein, worauf wir das Herzen Gottes mehr und mehr kennen lernen können und unser Bild von Gott vergrössert wird. Und als Ergänzung zu meiner Sichtweise möchte ich auch Gedanken von Menschen veröffentlichen, die auch gerne schreiben, ihre Geschichte teilen möchten und so ihr Herz brüllen lassen. Ich freue mich sehr, diesen Wunsch direkt auf dieser Webseite durch andere Autoren und Autorinnen umsetzen zu können. Weil wir gemeinsam einfach stärker sind!

  1. Eigene Interessen und Fähigkeiten erkennen: Was machst du gerne?
  2. Zielbild formulieren: Wo möchtest du Veränderung sehen?
  3. Mit dem Wort Gottes prüfen: Entspricht dein Anliegen auch Gottes Herz? Bringt es Leben/Wahrheit?
  4. Im Gebet weitertragen, dranbleiben, mit Freunden besprechen usw.

All-In oder All-Out? Wieder begann ein Abwägen.

Phase 2_Von der Idee zur Umsetzung
Wie du dir vielleicht vorstellen kannst, folgten ein Hin und Her und innere Kämpfe. Sofort fielen mir viele Gründe ein, es sein zu lassen: Es gibt schon so viele Blogs und wen interessieren schon meine Gedanken oder wer liest meine Worte? Ist es nicht eingebildet von mir oder bin ich überheblich, meine Erfahrungen, Einsichten und vielleicht sogar Erkenntnisse weiterzugeben? Was ist, wenn mir keine passenden Worte einfallen?

Kennst du ähnliche Situationen? Du hast vielleicht eine Idee oder willst etwas Neues ausprobieren und sofort fallen dir viele Dinge ein, warum du es lassen solltest, genau das zu tun. Aber ich hatte genug von diesen Gedanken! Ich wollte Dinge umsetzen oder es wenigstens versuchen. Ich wollte mich nicht länger bremsen lassen von Angstmachern, was andere denken könnten oder was schief laufen könnte. Vielleicht habe ich genau aus diesem Grund diesen Blog gestartet. Damit ich ein Zeichen setze und irgendwo beginne. Wenn ich nur daran dachte, wie viele Menschen da draussen ihr Potenzial nicht kennen oder sich nicht trauen, es wirklich einzusetzen, dann merkte ich – und noch immer – wie etwas in mir dagegen aufstehen und kämpfen will! Darum will ich dich ermutigen, mutig zu sein und loszulaufen. Wie hört sich dein Herzensbrüllen an, wofür brennt dein Herz?

In einer motivierten Laune von „Lass uns die Angst in den Hintern treten!“ begann ich mit der Umsetzung der Webseite. Die Veröffentlichung war für mich dann nochmals eine grosse Herausforderung – denn plötzlich galt es ernst. Und mich, als jemanden, der nicht viel auf SocialMedia postet, kostete es sehr viel Überwindung, die Webseite öffentlich zugänglich zu machen. Aber aus diesem Grund hatte ich doch begonnen, oder nicht? Etwa eine Woche rang ich mit mir und schlief schlecht, bis ich den Mut hatte, den Schritt aufs Wasser zu wagen.

Lass uns gemeinsam mutig sein, ausprobieren, Ja sagen, Ideen umsetzen und jeden Schritt dazwischen geniessen. Ich will dich ermutigen, deinen Weg zu finden – es darf Zeit brauchen, keinen Stress. :) (muss ich mir übrigens auch immer wieder sagen oder sagen lassen). Übrigens sagt Jesus in Matthäus 5.15:

Ihr seid das Licht, das die Welt erhellt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet ja auch keine Öllampe an und stellt sie dann unter einen Eimer. Im Gegenteil: Man stellt sie auf den Lampenständer, so dass sie allen im Haus Licht gibt. Genauso soll euer Licht vor allen Menschen leuchten. Dann werden sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Also: Shine bright!

  1. Nimmst du Hinderungsgründe wahr? Formuliere sie konkret: Was macht dir Angst?
  2. Wirst du von Gott im Umsetzen bestätigt? Verspürst du eine innere Ruhe?
  3. Wir wollen von Anfang an das Beste, manchmal müssen wir aber Teilschritte planen, damit wir nicht entmutigt und überfordert werden: Welches ist der nächste konkrete Schritt? Und denk dran, du kannst dich jederzeit weiterentwickeln und Ergänzungen vornehmen – muss nicht alles auf einmal sein.
  4. Dann renn los – mit voller Kraft. Sei mutig! Mach den ersten Schritt, auch wenn er zögerlich ist.

Phase 3_Beenden oder Weitergehen?
Im Jahr 2016 begann ich mit der Webseite und im Jahr 2019 kam die Webseite an ihre technische Grenze. Ich wollte jeweils Mails als Update an Abonnenten und Abonnentinnen versenden, doch dies konnte meine Webseite eines Tages nicht mehr. Da mir meine Webseite schon länger nicht mehr gefallen hatte, musste ich eine Entscheidung treffen: Lasse ich eine professionellere Seite gestalten oder ist nun die Zeit gekommen, das Projekt zu beenden? All-In oder All-Out? Wieder begann ein Abwägen. Wir erwarten unser erstes Kind und dies wird sicher Veränderungen mit sich bringen – vielleicht werde ich dann gar nicht mehr schreiben? Ich erhalte sowieso nicht sehr viele Rückmeldungen, vielleicht ermutigt meine Webseite gar niemanden? Ich habe darüber gebetet und bemerkt, dass ich es nicht einfach so beenden kann und will. Ich will noch weiterschreiben und sehen wohin das führt, ich habe noch Vision und Freude daran. Und die Gründe, warum ich gestartet hatte, waren noch dieselben: Ich schreibe gerne und möchte andere ermutigen, ihr Potenzial einzusetzen und persönliche Hinderungsgründe anzugehen. Ich möchte weiterhin von Gott erzählen und von seiner Liebe für uns.

Also liess ich eine neue Seite in neuem Kleid gestalten – danke Stego (stego.ch). Und liess Sabrina schöne Fotos einfangen und bearbeiten (sabrinazanellaphotography.com).

Zur Feier dieser neuen Webseite nun auch dieser Beitrag, der den Weg bis hierhin etwas beschreibt. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich diese Webseite weiterentwickelt und was die nächsten Jahre mit sich bringen werden.

  1. Manchmal kommen wir an Weggabelungen, an denen wir unseren Weg überdenken können: Machst du das nur noch „weil man es so kennt“ oder ist noch Leidenschaft und Vision vorhanden?
  2. Was sagt Gott dazu?
  3. Es ist kein Versagen, wenn du nach einiger Zeit beschliesst, das Projekt wieder zu beenden. Daraus gelernt hast du auf alle Fälle!

Die Webseite hat ihren Titel übrigens von dem Teilsatz «heart as loud as lions» aus dem Lied «Read all about it» von Emeli Sande. Die Lyrics gehen weiter mit «so why let your voice be tamed?». Bei der Namenssuche kam mir dieses Lied in den Sinn und ich fand es sehr passend, nicht? :)

Ich freue mich, dich über zukünftige Beiträge informieren zu dürfen. Hinterlasse dafür unten rechts deinen Namen und deine Mailadresse. :)

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2 Comments
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Betty
Betty
4 Jahre vorher

Mega ermutigend. ;) Du schreibst mit so einer Herzlichkeit. Ich freu mich auf mehr! <3

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