BERUFUNG

Ich glaube, dass jeder Mensch bestimmte, individuelle Fähigkeiten und Interessen von Gott bekommen hat.

Ja, was für ein Thema. Damit setze ich mich schon sehr lange auseinander. Wie sieht meine Berufung aus? Wo liegen meine Stärken, wie und wo setze ich diese am besten ein? Was ich bisher gemerkt habe, ist, dass die wenigsten Menschen ihre Berufung von klein auf kennen oder sie durch ein einmaliges, massiv veränderndes Erlebnis finden. Ich  habe gemerkt, und du wahrscheinlich auch, dass wie so vieles im Leben, auch die Berufungsfindung ein Weg ist. Manchmal mit Höhen und manchmal mit Tiefen.

Ich glaube, dass jeder Mensch bestimmte Fähigkeiten und Interessen von Gott bekommen hat. Wenn wir diese herausfinden, können wir sie einsetzen, Freude erleben und damit Gott danken. Was gibt es Erfüllenderes, als unsere Gaben für Gott auszuleben und damit sogar anderen helfen zu können? Nun, wie können wir entdecken, welche Fähigkeiten Gott uns geschenkt hat? Ich denke, ein klares Indiz für unsere Berufung ist, was uns Freude bereitet. Und dies dann einfach auszuprobieren. Meistens ist es ganz naheliegend. Beispielsweise Menschen zuzuhören und ihnen weiterzuhelfen oder Kreativität auszuleben in Form von Musik, Malen, Gestalten usw. Es gibt unzählige Dinge, die uns erfreuen. :) Was erfreut dich persönlich?

Gott liebt es, wenn wir ihn in unser Leben einbeziehen und mit ihm Beziehung haben.

Im Wort Berufung ist ein anderes Wort versteckt und zwar «Ruf». Ich glaube, dass Gott einen bestimmten Ruf für jedes einzelne Leben hat. Und jeder Ruf hat einen ganz besonderen Klang. Aber stell dir vor, du stehst mit verbundenen Augen beim Loebegge in Bern. Du hörst so viele Geräusche und Stimmen, zum Beispiel das beschleunigende Tram, zwei sich begrüssende Freunde oder ein schreiendes Kind – worauf hörst du nun? Und so ist es auch mit Gottes Ruf. In unserem Leben gibt es so viele verschiedene Klänge, schöne und gemütliche, gefährliche und manchmal auch einfältige. Wie können wir inmitten dieser vielen Geräusche Gottes Ruf erkennen? Eigentlich ist es ganz logisch: Wir müssen ihm näher kommen. Denn, je näher wir ihm sind, desto besser hören wir ihn – ist ja ganz klar. ;) Wenn ich mit jemandem spreche und um uns viele Nebengeräusche sind, beuge ich mich zu der Person hin, um sie besser verstehen zu können. Wenn ich meinen Kopf meinem Mann auf die Brust lege, höre ich seinen Herzschlag. Wie gerne würde ich Gottes Herzschlag hören und seine Gedanken besser verstehen – so nah möchte ich ihm sein!

Gott nahe kommen, kann ich durch das Bibel lesen. Ich lerne beispielsweise mehr und mehr seine liebende Art kennen, seine Barmherzigkeit und sein Interesse an mir (s. Johannes 3.16 oder 1. Johannes 4.7). Gott nahe zu sein, bedeutet für mich etwas Kindliches. Mich in seine Arme fallen zu lassen. Zu wissen, dass er für mich sorgt und mich wie ein liebender Vater festhält. Am einfachsten passiert das, wenn ich mich an einen ruhigen Ort zurückziehen kann und bewusst die Nebengeräusche ausschalte. Aber auch im Zug (oder wo auch immer), wenn ich ihm erzähle, was ich gerade denke.

Gott liebt es, wenn wir ihn in unser Leben einbeziehen und mit ihm Beziehung haben. Er möchte uns gerne den Weg zeigen, der für uns am besten ist. Und wer weiss am besten was gut für uns ist? Natürlich der, der uns erschaffen hat. :)

Wie sieht dein Weg aus, um Gott näher zu kommen?
Du hast vielleicht eine ganz andere Art gefunden, die ich noch nicht kenne?
​Ich freue mich, von dir zu hören..:)

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