HEILIGKEIT

Das ist mein Gott, diese Spanne zwischen Grösse und Schwäche. Zwischen Macht und Nähe.

Vor vier Jahren habe ich zum ersten Mal genauer über dieses Wort nachgedacht. Und zwar war ich an einem Event und die Moderatorin betete: «Gott, du bist so heilig!». Da fragte ich mich; Was bedeutet Heiligkeit oder heilig-sein genau?

Noch heute bin ich auf dem Weg, Gottes Heiligkeit zu verstehen und ich denke, ich werde nie vollständig erfassen, was es genau bedeutet. Und damit sind wir eigentlich schon mittendrin: Heiligkeit – seine Heiligkeit – ist unermesslich, etwas Grosses und Vollkommenes, das uns in die Knie zwingt, wenn wir etwas davon wahrnehmen. Etwas, das uns staunen lässt über seine Grösse. Seine Grösse wird sichtbar in den tobenden Wellen, die an die Klippe peitschen, im Donnergrollen, das uns erzittern lässt. Im Blick aus dem Flugzeug, bei dem unsere Stadt wie ein Ameisendorf aussieht. Er ist würdig, verehrt zu werden. Er ist der Schöpfer von Mensch und Tier, von unserer Welt und darüber hinaus – vom Universum und von allem was noch existiert. Durch seine Worte wurde alles:

Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. (s. 1. Mose 1.3 und folgende Verse).

Er will uns so sehr, dass er uns die Wahl lässt - weil er weiss, dass echte Hingabe nur möglich ist, wenn wir ihn mit unserer selbstständigen Entscheidung und von ganzem Herzen wählen.

Das lässt uns seine Grösse erahnen. Und eigentlich gibt es in einer solchen unbeschreiblichen Heiligkeit, Macht und Grösse, keinen Platz für etwas Unvollkommenes wie uns – denn wir Menschen machen Fehler. Ich passe nicht in diese Reinheit, wenn ich schlechte Gedanken über jemand anderen habe. Ich passe nicht in diese unfassbare Schönheit, wenn ich Unwahrheiten erzähle.
Zu meinem und unserem Glück ist er in seinem heilig-sein auch liebend. Er hat sich zu meiner und unserer Schwäche gebeugt und hat durch seinen Sohn, Jesus Christus, einen Weg geschaffen, um mich und uns von meinen/unseren Fehlern zu befreien. Und diese Kontroverse macht mich fassungslos. Das ist mein Gott, er ist mächtig und gross und wirkt unantastbar und ist doch so nah und kümmernd. Er will uns so sehr, dass er uns die Wahl lässt – weil er weiss, dass echte Hingabe nur möglich ist, wenn wir ihn mit unserer selbstständigen Entscheidung und von ganzem Herzen wählen. Auch wenn er dadurch das Risiko eingeht, dass sich einige gegen ihn entscheiden werden. Und sein Herz zerbricht wegen jedem und jeder einzelnen, der und die sich gegen ihn entscheidet.

Das ist Gott, diese Spanne zwischen Grösse und Schwäche. Zwischen Macht und Nähe. Zwischen Herrschen und Liebe. Er vereint das. Er kann das. Und das macht ihn noch heiliger und mächtiger. Dies ist wirklich nur ein munzig-kleiner Schimmer seiner Grösse, meine Worte reichen nicht aus, um seiner Heiligkeit auch nur annähernd Ausdruck zu verleihen…

Der HERR ist König!
​Hoheit bekleidet ihn wie ein Festgewand, mit Macht ist er umgürtet.
​Er hat die Fundamente der Erde gelegt, niemals gerät sie ins Wanken.
HERR, seit Urzeiten steht dein Thron fest, vor Beginn aller Zeiten warst du schon da.
Die Fluten der Meere toben und tosen, sie brüllen ihr mächtiges Lied.
Doch stärker als das Donnern gewaltiger Wasser,
größer als die Wogen des Meeres ist der HERR in der Höhe!
Dein Wort, HERR, ist wahr und zuverlässig,
dein Tempel ist für alle Zeiten mit Heiligkeit erfüllt!

​Psalm 93

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