HOFFNUNG

Wir hören Geschichten von Menschenhandel, Armut, Hunger. Auf dieser Welt geschehen schreckliche Dinge. Gibt es überhaupt noch Hoffnung?

Nun ist es scheinbar wieder etwas ruhiger geworden. Doch vor einigen Jahren war Europa in einer Schockstarre. Ein Anschlag in Paris. Dann in Nizza und schon seit Jahren in Syrien, Lybien und anderen Ländern. Wir hören Geschichten von Menschenhandel, Armut, Hunger. Auf dieser Welt geschehen schreckliche Dinge. Manchmal sogar im eigenen Freundeskreis und in der eigenen Familie.

Wir sehnen uns nach Hoffnung, nach einem Lichtstrahl in dieser Dunkelheit und in diesem Unverständnis. In dieser Welt, in der wir manchmal gar keine Lust mehr haben, die Zeitung zu lesen – weil wir nicht noch mehr Trauriges und Schreckliches ertragen. Wir sehnen uns nach einem Ende dieser Tragödien. Doch wo ist diese Hoffnung, dürfen wir überhaupt noch Hoffnung empfinden?
Und ich denke, wir MÜSSEN Hoffnung haben! Wie überleben wir sonst alle diese Geschehnisse? Ohne Zuversicht, ohne Perspektive? Wir brauchen Hoffnung doch so sehr.

Zuerst möchte ich aber kurz darauf eingehen, was Hoffnung überhaupt bedeutet. Für mich bedeutet Hoffnung «Leichtigkeit». Die Hoffnung nimmt nicht die Schwere der Situation und sie nimmt auch nicht den Schmerz, den wir empfinden. Aber sie bringt Zuversicht auf ein gutes Ende. Wikipedia definiert Hoffnung mit «positive Erwartung, dass etwas Wünschenswertes eintreten wird, ohne die wirkliche Gewissheit zu haben». Wie finden wir aber nun Hoffnung?

Unsere Hoffnung ist also grösser, als die von Wikipedia definierte Hoffnung.

Die Antwort ist einfacher als wir denken, vielleicht zu einfach? Wer bietet uns an, unsere schwere Last von unseren Schultern zu nehmen? Wer bringt Licht in die Dunkelheit und wer kämpfte bis auf den Tod für uns? Wer IST unsere Hoffnung? Gott sah unsere Schwierigkeiten und Herausforderungen schon damals vor über 2000 Jahren. Gott ist nicht tatenlos, er ist lebendig und er schickte seinen Sohn in diese Welt. Sein Sohn Jesus Christus sah alle Ungerechtigkeit in dieser Welt, er erlebte sie sogar an seinem eigenen Körper. Um sie schlussendlich zu besiegen! Für uns, für mich, für dich! Das Einzige, das wir nun noch tun müssen, ist zu glauben. Alles andere ist bereits getan. Denn es gibt ein Versprechen in der Bibel, Johannes 3.36: «Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben.» Die Rede hierbei ist nicht von unserem Leben hier auf dieser Erde – uns ist allen bewusst, dass wir sterben werden. Aber Gott spricht von einem Leben nach dem Tod in einer neuen Welt ohne Terroranschläge, ohne Zerstörung, ohne Trauer, ohne Verletzung und ohne Ungerechtigkeit. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Heisst das also, wenn wir «nur» glauben, hört die Ungerechtigkeit in dieser Welt auf? Leider nicht. Heisst es, dass wir auf die Erlösung nach dem Tod warten müssen? Auch nicht. Das ganze Thema Ungerechtigkeit ist komplexer als das. Durch den Glauben an Jesus, wächst unsere Hoffnung im Jetzt und im ewigen Leben werden wir die komplette Gerechtigkeit sehen. Bis dahin leben wir aber in dieser Welt, die noch nicht heil ist. So lass uns herausfinden, wo und wie wir in unserem persönlichen Umfeld zu mehr Gerechtigkeit beitragen können. Wir sind die Hände in dieser Welt, die Benachteiligten helfen können. Wir sind die Stimme in dieser Welt, die sich für Schwächere erheben kann. Diese Hoffnung können wir aber nur bringen, wenn wir sie selber in uns tragen. So sind wir zurück bei diesem wichtigen Thema der Hoffnung.

Unsere Hoffnung ist grösser, als die von Wikipedia definierte Hoffnung. Wir wissen vielleicht nicht, wie etwas Gutes aus einer schlimmen Situation entstehen kann, aber im Gegensatz zu Wikipedia haben wir die Gewissheit, dass unser Gott alles im Griff hat und für Gerechtigkeit sorgen wird – auch wenn dies vielleicht erst zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar wird als wir es uns wünschen. Das ist unsere Hoffnung.

Abonnieren
Informieren über
guest
0 Comments
Inline Rückmeldungen
Alle Kommentare

ÜBER NEUE BEITRÄGE INFORMIERT BLEIBEN

0
Ich interessiere mich für deine Gedanken, bitte kommentierex