LEBEN DEINE TRÄUME NOCH?

Gottes Pläne für mich sind grösser und besser als meine kühnsten Träume.

Hattest du als Kind Träume? Von deinem Traumberuf vielleicht? Oder von deiner glücklichen Familie? Träumst du auch heute noch? Oder hast du deine Hoffnung verloren? Lässt du Träume auch heute noch zu? Oder willst du dich gar nicht mehr damit abgeben?

Träume beleben uns. Sie malen eine farbenfrohe Zukunft, die in uns eine Hoffnung wecken. Eine Hoffnung, die tief in uns schlummert und welche die Richtung für unsere alltäglichen Entscheidungen vorgeben will. Träume sind wie Wegweiser und lassen uns nach Entmutigungen weiter glauben. An diesen Ort richten wir unseren Blick.
Ich glaube, dass Gott seine Wünsche in unsere Träume verpackt. Er hat alles Gute für uns im Sinn. Und er hat sogar noch grössere Pläne für unser Leben, als wir uns in unseren Träumen vorstellen. Gottes Pläne für mich sind grösser und besser als meine kühnsten Träume. Was für eine Hoffnung hier erwacht. Passend dazu folgendes Zitat: «Wenn deine Träume dir keine Angst machen, sind sie nicht gross genug.»

Ich mache nun etwas Mutiges. Ich erzähle von einem Traum, den ich seit klein auf in mir trage und den ich noch nicht vielen Menschen erzählt habe. Einen Traum, der gross ist und mir unerreichbar scheint. Hier die dazugehörende Geschichte:
Weil mein Vater Pastor war, beherbergten wir oftmals andere Prediger oder Leute mit Botschaften an unsere Gemeinde. So kam es, dass diese Leute auch über unsere Familie Gottes Worte aussprachen und auch über mich persönlich. Es waren Worte der Hoffnung und Zukunft und in mir begann der Wunsch zu brennen, andere Menschen für Gott zu begeistern. Zu sehen, wie Menschen geheilt werden und sich für Jesus entscheiden, wie sie getauft werden und selber weiter von Gott erzählen. Wie Paulus möchte ich umherziehen, Wunder erleben und von Gottes Güte erzählen. Ich möchte einen internationalen Dienst aufbauen, bei dem andere Menschen angestellt werden können und der zum Ziel hat, Gottes Reich in verschiedensten Bereichen zu bauen. Ich stellte mir vor, wie ich direkt nach meiner Ausbildung wegziehen würde, um loszulegen. Wie alles wie am Schnürchen laufen würde. So hielt ich die Augen offen, besuchte das Aussendungshaus und ging anschliessend nach Köniz in ein Gemeindebau-Projekt. Für mich sah nun alles danach aus, in meine Berufung zu kommen. Ich lebte nun bereits mit 19 Jahren meinen Wunsch. Mein Plan ging auf. Bald also würde ich meinen internationalen Dienst aufbauen können. Alles schien mir möglich..

Doch dann wurde ich psychisch erschöpft (s. Beitrag «Ruhe und Frieden«.). Nach meiner Erholung, stand ich wieder auf und wollte voller Tatendrang weiter loslegen. Nach einem Gespräch mit unserer Gemeindeleitung, durften mein Mann und ich ein Praktikum in der Gemeinde absolvieren. Ich erinnere mich, wie ich erneut dachte: «Jetzt geht’s los.» Doch aus verschiedenen Gründen öffneten sich nicht meine ersehnten Türen und ich verstand die Welt nicht mehr. «Sollte ich denn nicht für dein Reich arbeiten, Gott? Habe ich mir das alles in den vergangenen Jahren nur ausgedacht? Lebe ich in einer Illusion? Warum werde ich und meine Begabungen nicht gesehen? Soll ich meine Träume aufgeben?» Viele Fragen beschäftigten mich.

Ich glaube, dass Träume ein Ausdruck eines gesunden Herzens und ein Zeichen von Hoffnung sind.

Bis Gott mich an die Geschichte von Josef (1. Mose 37-50) erinnerte: Er war der geliebte Sohn seines Vaters und wurde aus dieser schönen Position von seinen eigenen Brüdern (witzige Anmerkung bezüglich diesem Beitrag: Er wurde von seinen Brüdern als «Träumer» verspottet) an die Ägypter verkauft und versklavt. Dort machte er jedoch das beste aus seiner Position und gewann an Einfluss. Aber durch eine blöde Situation, in der er sogar korrekt gehandelt hat, wurde er ungerechter Weise ins Gefängnis geworfen. Zwei Jahre lang wurde er dort eingesperrt, er ging vergessen. Er hat sich sicher auch viele Fragen gestellt: «Warum bin ich nun hier im Gefängnis? Ich habe doch alles richtig gemacht?» Er stand bestimmt auch vor der Entscheidung, verbittert zu werden und sich zurück zu ziehen. Aber wie man in der Bibel liest, erfüllte Josef treu seine ihm anvertrauten Aufgaben und blieb vertrauensvoll an Gottes Herzen. So wurde er zum Gefängnisaufseher ernannt und wurde für alles verantwortlich, was im Gefängnis geschah. Eines Tages wurde er zum Pharao gerufen, um ihm seinen Traum zu deuten. Mit Gottes Hilfe konnte er diesen Traum deuten und Josef wurde sehr einflussreich. Er stand direkt unter dem Pharao, als zweithöchster Mann im Land. Durch seine Position konnte er seine Familie vor der Hungersnot retten und spielte eine entscheidende Rolle in der Geschichte Israels.

Folgende Punkte habe ich aus dieser Geschichte gelernt:

1. Egal wo ich bin: Ich bleibe zuversichtlich und vertraue meinem Gott. Auch wenn ich nicht alles verstehe, Gott weiss am besten, was gut für mich ist. Vielleicht bin ich noch nicht an meinem «Traum-Ort», weil ich mit dem Druck noch nicht umgehen könnte, der diese Aufgabe mit sich bringt. Oder vielleicht möchte Gott zuerst meinen Glauben stärken, damit ich auch vertraue, wenns schwierig wird. Und vielleicht hat Gott einfach einen anderen Weg zur Erfüllung meiner Träume. Was auch immer der Grund sein mag, Gott meint es gut mit mir. Wenn ich an seinem Herzen bleibe, führt er mich gut.

Bezug zur Geschichte: Gott war in jeder Lage bei Josef. Ob Josef Sohn oder Sklave, ein Gefangener oder ein einflussreicher Mann war.

2. Egal wo ich bin: Jeder Tag, jeder kleinste Teil, gehört zu meiner Geschichte. Ich habe gelernt, dass ich nicht erst in meine Berufung hineinkommen muss, sondern jeder Tag zu der Geschichte gehört, die Gott mit mir schreiben möchte. Ich kann gespannt diese Geschichte verfolgen und verliere nicht meine Hoffnung und meinen Glauben. Vielleicht bin ich noch nicht an meinem gewünschten Zielort, aber ich entscheide mich, trotzdem das Schöne zu sehen wo ich gerade bin.

Bezug zur Geschichte: Josef wurde von seinen Brüdern als Sklave verkauft und Jahre später wurde er ein einflussreicher Mann und konnte so seiner Familie während der Hungersnot das Leben retten. Wer hätte eine solche Wendung erwartet?

3. Egal wo ich bin: Ich erfülle zuverlässig meine Aufgaben (Beruf, Haushalt). Auch wenn es aussieht, als wäre ich vergessen, als würde ich nicht gesehen und mir alles perspektivenlos scheint. Mein Gott sieht mich und wird mich dafür belohnen, was ich im Verborgenen tue (s. Matthäus 6.4).

Bezug zur Geschichte: Josef war zuverlässig in dem, was er tat. Als Sohn Sklave, Gefangener oder als einflussreicher Mann.

4. Egal wo ich bin: Ich werde nicht aufhören zu träumen. Ich weiss nicht, was Gott für eine atemberaubende Geschichte mit meinem Leben schreiben wird. Vielleicht fühle ich mich momentan im «Gefängnis» – beziehungsweise an einem Ort, den ich nicht ausgewählt habe – aber vielleicht stehe ich unmittelbar davor, in die neue Freiheit zu kommen. Ich glaube, dass Träume ein Ausdruck eines gesunden Herzens und ein Zeichen von Hoffnung sind. Ich gehe noch weiter und sage: Wenn du nicht mehr träumst, hast du dich vielleicht von Enttäuschungen bremsen lassen. Lass neuen Wind in dein Herz: Dream big, little one!

Bezug zur Geschichte: Als Kind wurde Josef für seine Träume ausgelacht. Jedoch erfüllten sich diese Träume mit den Jahren.

 

Damit möchte ich auch dich ermutigen. Ich glaube, dass Gott bessere Pläne für dich hat, als du dir vorstellen kannst. Und ich glaube, dass Gott dir deine Träume geschenkt hat und er dich zur richtigen Zeit dahin führt, wo er dich haben will. Es gibt einen Grund, warum du genau heute an diesem Ort bist, an dem du stehst. Sei treu in deinen täglichen Aufgaben, vertraue Gott und bleibe an seinem Herzen. Vielleicht wirst du bald in Freiheit und Freude stehen und staunst über den Weg, den dich Gott geführt hat.

Er sagt: »Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und meine Wege sind nicht eure Wege.
Denn wie der Himmel die Erde überragt,
so sind auch meine Wege viel höher als eure Wege
und meine Gedanken als eure Gedanken
.
Jesaja 55.10

Wovon träumst du für dein Leben? Vertraust du, dass Gott einen guten Plan für dein Leben hat?

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4 Comments
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Alle Kommentare
Jeannine
Jeannine
3 Jahre vorher

Besten Dank Larissa für diese Worte aus deinem Herzen.

Daniel
Daniel
3 Jahre vorher

Mega was und wie du geschrieben hast! Der Heilige Geist ist mit dir! Super merci!

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