MIT GOTT RECHNEN

Ich denke an das, was nicht klappen könnte, dass ich Ablehnung ernten könnte, wenn mein Vorhaben nicht funktioniert und lasse meine Ideen fallen ohne auch nur einen Schritt zu tun.

Als ich heute in meiner Bibel las, fiel mir eine Stelle besonders auf, die mir vorher noch nie speziell aufgefallen war. Ich las die Stelle mehrmals und sie liess mich nicht mehr los. Das passiert bei mir dann, wenn mir der Heilige Geist etwas zeigen oder lernen will. Deshalb fragte ich, was er mir zeigen möchte. Ich versuche nun, in einigen Zeilen weiterzugeben, was mir neu bewusst wurde.

Diese Bibelstelle steht im Markus 16.1-4 und handelt von Ostern, als Jesus gestorben war und einige Frauen den Leichnam salben gehen wollten. Sie haben dafür wohlriechende Öle gekauft und machten sich am Sonntagmorgen bei Sonnenaufgang auf den Weg zum Grab:

Schon unterwegs hatten sie sich gefragt: «Wer wird uns nur den schweren Stein vor der Grabkammer beiseitewälzen?» Umso erstaunter waren sie, als sie merkten, dass der riesige Stein nicht mehr vor dem Grab lag.

Ich kann mir diesen Moment sehr gut vorstellen, als sich die Frauen auf dem Weg zum Grab fragten: Wer soll uns den schweren, riesigen Stein vom Eingang wegwälzen? Das ist eine Art Sorge, die mir bekannt vorkommt. Es ist eine Sorge, die auftritt, wenn wir das Resultat nicht im Griff haben oder die Aufgabe unsere Kräfte und Fähigkeiten übersteigt. Mir geht es beispielsweise oft so, wenn ich für jemanden beten möchte, der krank ist. Dann kommen sofort Gedanken wie: «Was passiert, wenn die Person nicht gesund wird? Wenn sie keine Veränderung erlebt?» Oder wenn ich mich für einen Vortrag freiwillig melden soll, schiessen Gedanken wie: «Was ist, wenn ich mich verspreche? Andere können das eh besser.» durch meinen Kopf. Kennst du auch solche Beispiele? Ich habe eine Idee oder Vorstellung, aber bereits durch meine Gedanken lasse ich mich davon abbringen und kehre um. Ich denke an das, was nicht klappen könnte, dass ich Ablehnung ernten könnte, wenn mein Vorhaben nicht funktioniert und lasse diese Ideen fallen ohne auch nur einen Schritt zu tun.

Ich nehme mir vor: Wenn ich das nächste Mal für jemanden bete und mir obengenannte Gedanken durch den Kopf gehen, mich einfach zurück zu nehmen und Gott machen zu lassen. Ich will meine Kontrolle abgeben und Gott vertrauen.

Zurück zu der Geschichte aus der Bibel: Dir ist sicher auch aufgefallen, dass die Frauen trotz ihrer Frage weitergegangen sind. Sie haben sich durch ihre Gedanken nicht davon abbringen lassen und sind nicht wieder nach Hause zurück gekehrt. Und was ist dann passiert? Als die Frauen beim Grab angekommen waren, ist der Stein bereits weggerollt worden. Diese Geschichte soll dich und mich ermutigen. Hier in zwei Punkten nochmals kurz zusammengefasst:

  1. Wie oben beschrieben, treten diese Sorgen genau dann auf, wenn wir das Resultat nicht im Griff haben oder die Aufgabe unsere Kräfte und unsere Fähigkeiten übersteigt (überprüfe das kurz). Wir werden uns unseren Schwächen bewusst und das kann uns Angst machen. Geht es vielleicht in diesem Moment darum, unsere Kontrolle loszulassen? Unsere Schwäche zu akzeptieren und  Gott darin stark werden zu lassen? Wir müssen unbedingt mit Gott rechnen, ihm vertrauen und ihn handeln lassen. Übergibst Du ihm die Kontrolle und den Freiraum, Deine Lücke zu füllen?
  2. Du siehst, unsere Gedanken haben einen sehr grossen Einfluss auf unser Leben. Wir sollten lernen, unsere Gedanken zu steuern, beispielsweise den ersten zweifelnden Gedanken nicht so viel Bedeutung zu geben und zudem bewusst vom Positiven auszugehen: «Was ist, wenn diese Person gesund wird?»

Gott verspricht in 2. Korinther 12.9:
»Meine Gnade ist alles, was du brauchst! Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir.« Darum will ich vor allem auf meine Schwachheit stolz sein. Dann nämlich erweist sich die Kraft von Christus an mir.

Ich nehme mir vor: Wenn ich das nächste Mal für jemanden bete und mir obengenannte Gedanken durch den Kopf gehen, mich einfach zurück zu nehmen und Gott machen zu lassen. Ich will meine Kontrolle abgeben und Gott vertrauen. Ich will wie diese Frauen aus der Bibel weitergehen. Vielleicht wird Gott genau in dieser Zeit den «Stein wegrollen».

Übrigens, die Geschichte geht super weiter: Jesus war gar nicht mehr in dem Grab und musste auch nicht mehr eingesalbt werden. Er ist auferstanden und hat den Tod und die Krankheit überwunden! Denk dran: Genau darin liegt unsere Kraft. :)

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