PRIORITÄTEN SETZEN

Wenn unser Herz sich sehnt, nahe bei Gott zu sein und unsere erste Priorität ihm gehört – wird uns alles andere zufallen. Vertraust du?

Diesen Beitrag möchte ich mit folgender Geschichte beginnen:

Im 3. Regierungsjahr Jojakims, des Königs von Juda, zog der babylonische König Nebukadnezar mit seinem Heer nach Jerusalem und belagerte die Stadt. 2 Der Herr ließ König Jojakim in seine Hände fallen, ebenso einen Teil der wertvollen Tempelgegenstände. Nebukadnezar brachte sie in sein Land[1] und bewahrte sie in der Schatzkammer im Tempel seines Gottes auf.
3 Dann befahl er seinem obersten Hofbeamten Aschpenas: »Wähle einige junge Israeliten aus dem judäischen Königshaus und den vornehmen Familien aus! 4 Sie sollen gut aussehen und gesund sein. Außerdem müssen sie Weisheit und Bildung mitbringen und eine rasche Auffassungsgabe besitzen; dann sind sie zum Dienst an meinem Hof geeignet. Sie sollen unsere Sprache lernen und in den babylonischen Schriften unterrichtet werden! 5 Gib ihnen jeden Tag Speise und Wein von der königlichen Tafel, sie sollen das Gleiche essen und trinken wie ich. Nach dreijähriger Ausbildung können sie in meinen Dienst treten.«
6 Unter den Judäern, die ausgesucht wurden, waren Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja. 7 Der oberste Hofbeamte gab ihnen babylonische Namen: Daniel nannte er Beltschazar, Hananja Schadrach, Mischaël Meschach und Asarja Abed-Nego. 8 Daniel nahm sich fest vor, niemals von der Speise des Königs zu essen und von seinem Wein zu trinken; denn sonst hätte er das Gesetz Gottes missachtet, das bestimmte Speisen für unrein erklärt. Darum bat er Aschpenas, auf die königlichen Speisen und den Wein verzichten zu dürfen. 9 Gott sorgte dafür, dass Aschpenas Daniel wohlgesinnt war und Verständnis für ihn zeigte. 10 Trotzdem hatte der Mann Bedenken: »Ich habe Angst vor meinem Herrn, dem König. Er hat festgelegt, was ihr essen und trinken sollt. Wenn er merkt, dass ihr nicht so gesund ausseht wie die anderen jungen Männer, lässt er mich köpfen!« 11 Da wandte sich Daniel an den Aufseher, den der oberste Hofbeamte über ihn und seine drei Freunde eingesetzt hatte: 12 »Versuch es doch zehn Tage lang, uns nur Gemüse und Wasser zu geben. 13 Danach vergleiche unser Aussehen mit dem der anderen jungen Männer, die von der Tafel des Königs essen. Und dann entscheide, was du in Zukunft mit uns tun willst.« 14 Der Aufseher willigte ein und erfüllte ihren Wunsch.
15 Nach zehn Tagen sahen Daniel und seine Freunde sogar gesünder und kräftiger aus als alle anderen, die von den königlichen Speisen bekamen. 16 Darum gab der Aufseher ihnen von nun an immer Gemüse, von der Tafel des Königs brauchten sie nichts zu nehmen. 17 Gott schenkte den vier jungen Männern außergewöhnliche Weisheit und Erkenntnis; schon bald waren sie mit dem gesamten Wissen und den Schriften Babyloniens vertraut. Daniel konnte außerdem Visionen und Träume jeder Art deuten.
18 Nach Ablauf der drei Jahre befahl König Nebukadnezar, ihm alle jungen Israeliten vorzustellen. Der oberste Hofbeamte brachte sie zum König, 19 und dieser sprach mit ihnen. Schnell wurde ihm klar, dass Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja alle anderen in den Schatten stellten. So wurden sie in den königlichen Dienst aufgenommen. 20 Immer wenn der König vor schwierigen Entscheidungen stand und auf ein sicheres Urteil angewiesen war, fragte er diese vier Männer um Rat. Dabei zeigte sich, dass sie allen Wahrsagern und Geisterbeschwörern seines Landes weit überlegen waren.

Bin ich Gott in allen Lebensbereichen treu? Oder schweige ich und mache Kompromisse?

Mich beeindruckt dieser Daniel. Er wurde als Gefangener verschleppt. Er wurde rekrutiert, eines Tages am königlichen Hof zu arbeiten. Das ist ein Erfolg. Er könnte einfach dankbar sein, keine harte körperliche Arbeit verrichten zu müssen und ab diesem Zeitpunkt nicht weiter auffallen. Doch er entscheidet sich dagegen. Er widerspricht dem Aufseher und bittet ihn um anderes Essen als ihm vorgesetzt wird. Es wird wahrscheinlich ziemlich gutes Essen gewesen sein, denn dasselbe hat der König selbst gegessen. Ist es nicht etwas dreist oder frech von Daniel, nun eine Extrawurst zu verlangen? Aber ihm ist wichtiger, das Gebot Gottes einzuhalten und riskiert eine Degradierung oder Bestrafung. Sogar als der Aufseher seine Bedenken äussert, gibt Daniel nicht klein bei. Er macht den klugen Vorschlag einer Probezeit. Ihm muss das Einhalten der Gebote Gottes wirklich wichtig gewesen sein. Denn seine Stellung wurde durch seinen Einwand ziemlich sicher gefährdet.
Aber schlussendlich gibt es ihm recht, für seine Überzeugung einzustehen. Er und seine Freunde sahen gesünder und kräftiger aus, Gott schenkte ihnen aussergewöhnliche Weisheit und Erkenntnis und sie stellten alle anderen in den Schatten. Sie waren ihnen sogar weit überlegen.

Diese Geschichte hat mir deutlich vor Augen gemalt, wie treu Gott ist. Und Achtung, wichtiger Teil: Wenn wir seine Gebote beachten! Wenn unser Herz sich sehnt, nahe bei Gott zu sein und unsere erste Priorität ihm gehört – wird uns alles andere zufallen (s. Matth. 6.33: Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.). Aber es kostet was. Daniel hat seine Stellung riskiert, denn er war ganz klar in der untergeordneten Rolle. Er war mutig und hat seine Stimme erhoben. Er war weise und machte einen überzeugenden Vorschlag.

Ich frage mich, ob ich wie Daniel gehandelt hätte. Oder ob ich mich lieber still und unauffällig verhalten hätte. Wie verhalte ich mich in heutigen Herausforderungen? Bin ich Gott in allen Lebensbereichen treu? Setze ich alles daran, um seine Gebote einzuhalten, auch wenns auf den ersten Blick unlogisch erscheint? Gehe ich im Vertrauen Risiken ein? Oder halte ich mich raus und mache Kompromisse? Wie sieht’s bei dir aus?

Lass uns gegenseitig ermutigen, Gott an erste Stelle zu setzen. Nach seinem Willen zu handeln.
Ihm treu zu sein. Was immer das kosten möge.

Übrigens eine wichtige Bemerkung: Durch Jesus können uns unsere Verfehlungen vergeben werden. Wenn wir sie ihm bekennen und ans Licht bringen, vergibt er uns gerne. Dadurch sind wir freigesetzt und können durch seine Kraft so leben, wie es ihm gefällt.

Jesus Christus hat uns in seiner göttlichen Macht
alles geschenkt, was wir brauchen,
um so zu leben, wie es ihm gefällt.
Denn wir haben ihn kennen gelernt;
er hat uns durch seine Kraft und Herrlichkeit
zu einem neuen Leben berufen. (2. Petrus 1.3)

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