YES – (S)HE CAN!

Glaube ich dem, was Gott über mich sagt und hat mein Glaube an den Zuspruch Gottes Hände und Füsse? Traue ich mir zu, was er mir zutraut?

Neulich stolpere ich über dieses Buch: «Yes she can» – es geht um Frauen in Leiterschaft in christlichen Gemeinden. Mein erster Gedanke: Brauchen wir Frauen eine Sondereinladung, wenn’s ums Leiten geht?
Ich bin gross geworden in der Heilsarmee, da war das von Anfang an nie eine Frage, ob «sie kann» oder nicht, denn «sie tat»: Sie leitete, sie predigte, sie führte. Kurz: sie, die Gemeindeleiterin, tut alles, was ein Gemeindeleiter auch tut.
In anderen Gemeindeverbänden sieht das ein bisschen anders aus. Darauf gehe ich hier gar nicht weiter ein, auch nicht auf die theologische Diskussion ob «sie soll» oder nicht.
Mich beschäftigt eher Folgendes: Ja, sie kann. Aber tut sie? Und wenn nicht, warum nicht?

Fast Forward 2 Wochen. Ich sitze mit meinem Chef im Mitarbeitergespräch. Wir diskutieren über meine Entwicklung, Kompetenzen, Verantwortung, Leitung usw.
Und ich merke: Ich könnte mehr, als ich tue. Yes, she can, but she does not. Warum nicht? Weil sie es sich nicht zutraut. Weil sie zu klein von sich denkt. Und hier liegt mein Punkt von heute: «Yes she can» zu hören, ist wichtig. Leute, die mich ermutigen, sind wichtig. Gott, der mir sagt, wozu ich berufen bin und wozu nicht, ist unersetzlich. Aber die entscheidende Frage ist: Glaube ich dem, und hat mein Glaube an den Zuspruch Gottes Hände und Füsse? Traue ich mir zu, was er mir zutraut? Tue ich, was er mir sagt, dass ich kann? Stehe ich in die Verantwortung und Leitung, die er mir auf dem Tablett serviert? Oder habe ich Angst vor Gegenwind, Versagen, Zurückweisung, und ziehe mich stattdessen zurück?

«Yes (s)he can» - Sie kann, weil er kann. Sie tut, weil er getan hat.

Und mit der Angst ist das ja auch so eine Sache: Gegenwind wäre ja nicht das Problem – Jesus gibt mir Rückenwind. Versagen wäre ja nicht das Problem – Jesus hat bereits gesiegt. Zurückweisung wäre ja nicht das Problem – seine Annahme reicht für mich völlig aus.
Aber die Angst vor diesen Dingen ist das Problem. Die Angst steht zwischen «Yes she can» und «Yes she does». Die Angst hindert uns daran, aus dem Glauben an Gottes Zusage Schritte zu wagen.
Und der Punkt ist: Meine Angst ist keine Entschuldigung. Gott sieht meine Angst, und sobald ich ihn sehe, mehr als meine Angst, wird sie kleiner und kleiner und kleiner. Liebe treibt alle Furcht aus. Worauf liegt mein Fokus – auf ihm, oder auf meiner Angst? Wer spricht zu mir, mein Zweifel, oder mein Gott?
Und wenn mein Gott zu mir spricht, dann kann ich nicht nur, sondern ich tue auch. Ich will mal nicht im Himmel vor Gott stehen und ihm sagen: Weißt du, ich weiss, dass ich hätte können, aber ich habe eben nicht getan, weil ich Angst hatte. Sondern ich will sagen: Ich hatte Angst Vater, aber du hast gesagt ich kann, also tat ich.
«Yes (s)he can» – Sie kann, weil er kann. Sie tut, weil er getan hat. Und sie kann, weil sie seinem Versprechen und seiner Zusage mehr vertraut als ihrer Angst.

Du kannst. Dieser Satz ist voller Möglichkeiten. Voller Potenzial, Dinge zu verändern. Du kannst. Aber meine Frage an dich ist: Wirst du?

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Kornelia
Kornelia
3 Jahre vorher

Isch ermuetigend 😘 Danke 😊

Sabrina
Sabrina
3 Jahre vorher

Dini Website isch so wunderschön worde u dini Blogiträg mega berührend! So viel Wahrheit! Wow! :)

Larissa
Administrator
Larissa
3 Jahre vorher
Antwort an  Sabrina

danke viu mau liebi sabrina 🥰

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